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Db2

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Db2
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Basisdaten
EntwicklerIBM
Erscheinungsjahr1983[1]
Aktuelle Version12 
(z/OS: 25. Oktober 2013 / LUW: 12. April 2016)
BetriebssystemIBM Mainframe (z/OS), LinuxUnixWindows
ProgrammierspracheCC++Assemblersprache
KategorieDatenbankmanagementsystem
Lizenzproprietär
deutschsprachigja
Db2-Seite bei ibm.com

Db2 ist ein kommerzielles relationales Datenbankmanagementsystem (RDBMS) des Unternehmens IBM, dessen Ursprünge auf das System R und die Grundlagen von Edgar F. Codd vom IBM Research aus dem Jahr 1970 zurückgehen.

Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Datenbankmanagementsystem DataBase 2 (Db2) wird von IBM für verschiedene Plattformen vertrieben:

Seit der neuen Organisationsstruktur der rund 17.000 IBM Softwareprodukte, welche nach dem Verkauf der Social Produkte (IBM Notes, IBM Sametime, BigFix etc.) im Jahr 2019 an HCL eingeführt wurde, besteht die DB2 Produktfamilie aus 466 Artikeln. Diese gliedern sich in die Produktgruppen IBM Database 2, IBM Database Management, IBM Information Integration und PureData Sys Op Analytics. Die klassischen IBM DB2 Produkte gehören zur IBM Database 2 Familie. IBM Information Integration sind überwiegend Analysesoftware unter dem IBM InfoSphere Warehouse – die IBM Information Integration ist eine Einbindung in IBM InfoSphere. Die letzte Gruppe, IBM PureData ist ebenfalls eine Datenanalyselösung, allerdings in Real-time für komplexe Abfragen auf große Datenvolumen und mit über 4,3 Mio. EUR auch das teuerste Produkt der IBM DB2 Produktfamilie. Ein Standard IBM DB2 Enterprise Server wird nach PVU (Processor Value Units = Prozessorkernen) lizenziert und ist ab 872,00 EUR erhältlich.[2]

ProduktfamilieProduktuntergruppeProduktname
Db2IBM Database 2Data Mgt Busn Intelligence Offer
Db2IBM Database 2Data Studio
Db2IBM Database 2DB2
Db2IBM Database 2DB2 Connect
Db2IBM Database 2DB2 Enterprise Server Edition
Db2IBM Database 2DB2 Tools
Db2IBM Database 2DB2 Universal Database
Db2IBM Database Management OtherInfoSphere Warehouse
Db2IBM Information IntegratorIBM Information Integrator
Db2PureData Sys Op AnalyticsPureData Sys Op Analytics

Es gibt die Produktlinie für IBM-Mainframes, auf denen sich aus dem Betriebssystem VSE über MVS und OS/390 das System für z/OS entwickelt hat.

Eine andere Linie entstand ursprünglich für das Betriebssystem OS/2. Diese Software ist in der Programmiersprache C geschrieben und bildete die Basis für die Varianten in den Betriebssystemen LinuxUnix und Windows (LUW).

Eine Variation ist eine in das Betriebssystem IBM i integrierte Lösung für IBM-Midrangesysteme (heutige Maschinenbezeichnung System i).

Die vierte Produktlinie betrifft die Betriebssysteme VSE und VM. Für diese gibt es zwar noch Support, aber keine neuen Versionen mehr. IBM rät den Kunden zu einem Wechsel auf andere Plattformen.

Aktuell sind die Versionen:

  • Db2 for z/OS, Version 12[3] (frühere Bezeichnungen: Db2 UDB for z/OS für Version 8 bzw. Db2 UDB for z/OS and OS/390 für Version 7)
  • Db2 UDB for Linux, UNIX and Windows, Version 11.1
    • Db2 Data Warehouse Edition für AIX, Linux, Windows
    • Db2 Everyplace IBM hat die IBM DB2 Everyplace-Produkte vom Vertrieb zurückgezogen. Außerdem wurde das Ende der Unterstützung für den 30. April 2013 angekündigt.
  • Db2 for i, Version 7 Release 1 (frühere Bezeichnung: DB2/400)
  • Db2 Server for VSE & VM, Version 7.4

Db2 verwaltet Daten in Tables und speichert sie in Tablespaces. Db2 unterstützt neben den Standard-SQL-Datentypen auch binäre Datentypen (Text, Töne, Bilder, Videos, XML-Daten).

Seit Februar 2006 gibt es eine kostenlose Version[4] für Windows und Linux mit den folgenden Einschränkungen gegenüber den kommerziellen Versionen:

  • Benutzung von max. 2 Kernen einer CPU (bzw. 4 Kerne mit zusätzlichem Wartungsvertrag)
  • Benutzung von max. 4 GB Hauptspeicher (bzw. 8 GB mit zusätzlichem Wartungsvertrag)

Diese Version hat keine Einschränkungen hinsichtlich der Größe der Datenbank und der Anzahl der Benutzer, ohne zusätzlichen Wartungsvertrag gibt es jedoch keine Replikation, 24/7-Support und komfortable Updates.

Um bei der Ausführung von DB-Zugriffen optimale Performance zu erzielen, wird ein sog. Optimizer eingesetzt, ein kostenbasierter Anfrageoptimierer,[5] welches bei der Programmvorbereitung den Zugriff auf die betreffenden Tabellen festlegt. Dies beruht unter anderem auf den sogenannten Tabellenstatistiken, die mit dem Tool RUNSTATS periodisch aktualisiert werden können, berücksichtigt aber auch andere Kennwerte wie z. B. die Anzahl der CPUs und Hilfs-CPUs, den Systemzustand, die verfügbare Speichermenge und die physische Verteilung der Daten.

Der Datenzugriff der Anwendungsschicht erfolgt mit SQL, das weitgehend dem ANSI-SQL entspricht. Zugriffe auf gespeicherte Daten können daher aus vielen Programmiersprachen heraus mit eingebettetem SQL erfolgen.

Db2 kann auch als eingebettetes Datenbanksystem eingesetzt werden.

Im April 2007 hat IBM eine Kooperation mit MySQL AB angekündigt, um das Db2 UDB for iSeries als Database-Engine für MySQL verfügbar zu machen.[6] Dadurch kann die Open-Source-Datenbank MySQL auch auf dem System i5 eingesetzt werden. IBM erhofft sich davon, neue Einsatzbereiche des Systems i5 für MySQL- und PHP-Anwendungen zu eröffnen.

Eigenschaften (Db2 z/OS)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das System erlaubt derzeit Tablespaces mit einer maximalen Größe von 128 Terabyte.

Die Administration auf Mainframes erfolgt in der Regel mittels Batchjobs, wobei zwischen Db2 Utilities (RUNSTATS, COPY, REORG usw.) und DBA-Jobs unterschieden wird (SQL wird mittels DSNTIAD in einem TSO-Backgroundjob durchgeführt). Kleinere Arbeiten werden oft auch am TSO-Terminal mittels SPUFI oder QMF (Query Management Facility) unter ISPFdurchgeführt.

Größere Mainframeumgebungen verwenden Db2 Data Sharing, wobei die Funktionalität des Parallel Sysplex der zSeries-Rechner voll genutzt wird.

Eigenschaften (Db2 LUW)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Db2 UDB für Linux, Unix und Windows wird oft als Db2 LUW abgekürzt.

Es wird mit CLI-Befehlen in der Kommandozeile administriert oder graphisch über die Steuerzentrale (Control Center (Db2cc)).

Die graphische Oberfläche wurde ab der Version 10.1 abgelöst. Stattdessen kann der IBM Data Server Manager benutzt werden.

Das sogenannte Db2-EEE (sprich „triple E“, oder „trippel-Ih“) – ab der Version 8 „DPF“ (distributed partitioning feature) genannt – ist für größere Umgebungen, wobei die Datenbankpartitionen über mehrere Rechner (Nodes) verteilt werden können.

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